| Das Römische Reich ist verantwortlich
für die Zeitansetzung (23. Juli bis 23. August) der Hundstage (lat.
dies caniculares). Am Anfang der Römischen Königszeit erfolgte
der sichtbare heliakische Aufgang von Sirius in Rom am
26. Juli;[1] zu Zeiten von Julius Cäsar im Jahr 46 v. Chr. am 1.
August.[2] Von der lateinischen Bezeichnung ist auch das russische Wort
für die Sommerferien abgeleitet (kanikuly).
Geschichte
In Ägypten galt der Sirius im 3. Jahrtausend v. Chr. als Bringer
der Nilflut und leitete damit auch die wärmste Jahreszeit ein. Das
gleiche Ereignis wurde später von den Griechen als heliakischer Aufgang
bezeichnet, was so viel wie mit der Sonne aufgehend bedeutet.
Die alten Griechen erklärten den Zusammenhang zwischen der Wiederkehr
des Sirius und den Tagen der größten Sommerhitze durch die
folgende Mythe: Die Verschmelzung des Sonnenlichts mit dem „Feuer“
des Sirius sei Ursache der großen Hitze.
Arabische Astronomen erklärten die in flirrender Sommerhitze besonders
häufig erscheinenden Fata Morganen gar als den „vom Himmel
tropfenden Speichel des Hundssterns“.
Heutige Bedeutung
Aus einem meteorologischen Zufall in der Antike entstand der umgangssprachliche
Begriff „Hundstage“.
Die Eigenbewegung des Sternbildes Canis Major und die Präzession
der Erde sind dafür verantwortlich, dass sich die Zeit der Hundstage
um etwa 4 Wochen verlagert hat. In Deutschland kann der heliakische Aufgang
des Sirius erst frühestens ab dem 30. August beobachtet werden und
ist damit jetzt ein Zeichen für den nahenden Herbstanfang. Entsprechend
der alten Tradition werden aber immer noch die heißesten Wochen
des Jahres als „Hundstage“ bezeichnet.
[Quelle: wikipedia.org, Bildquelle: http://bilderwelten.twoday.net/images/topics/Langenscheidt+Kalender/]
P.S.:
Eine weitere Sirius - Legende:
... der Hund den Helena auf der Flucht mit Paris verlor und den Jupiter
auf ihre Bitte unter die Sterne setzte. Sirius wird auch der Hundestern
genannt.
|