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Tipps
Begegnungen mit Blindenführhunden
Damit Blindenführhunde ihren Menschen gute Helfer sein können,
brauchen sie optimale Rahmenbedingungen. Jeder kann mithelfen, indem einige
Regeln beachtet werden:
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1. Bitte lenken Sie den Blindenführhund niemals ab, wenn er das
Führgeschirr trägt.
Streicheln, Ansprechen und Lockrufe sind tabu! Die Arbeit eines Blindenführhundes
erfordert viel Konzentration. Jede Ablenkung könnte den blinden Hundehalter
gefährden. Sprechen Sie bitte immer nur den Halter oder die Halterin an,
aber nicht den Hund!
2. Fragen Sie den blinden Hundehalter, ob und wie Sie helfen können.
Vor allem an Ampeln ist Hilfe wichtig, da der Hund Ampelphasen nicht richtig
deuten kann! Auch die Information, wann an Haltestellen welche Busse vorfahren,
ist eine große Hilfe. Spontanes Anfassen oder Festhalten am Führgeschirr
machen Hund und Begleiter unsicher. Sie sollten gerne Ihre Hilfe anbieten, aber
nicht beleidigt sein, wenn Herrchen oder Frauchen sie auch einmal ablehnt.
3. Bitte halten Sie sich an die Verkehrsvorschriften.
Zugeparkte oder mit Fahrzeugen verstellte Gehwege zwingen den Blindenführhund,
auf die Straße auszuweichen, wo es sehr gefährlich werden kann.
4. Geben Sie dem Blindenführhund immer den Weg frei.
Es ist leichter für Sie, ein Stück beiseite zu treten, als für
Hund und Halter, um Sie herum zu laufen.
5. Ärgern Sie sich nicht, wenn Sie in Lebensmittelgeschäften
oder beim Arzt einem Blindenführhund begegnen.
Blindenführhunde haben besondere Zutrittsrechte für bestimmte Orte,
an denen Ihr eigener Hund gegebenenfalls nicht gern gesehen ist. Das ist Teil
ihres Jobs als tierischer Mobilitätshelfer. Seien Sie auch nachsichtig,
wenn der blinde Hundehalter es versäumt, das Geschäft seines Hundes
vom Bordstein zu entfernen. Ohne Augenlicht ist das schlichtweg nicht so einfach.
Allerdings können Blindenführhunde von Kindesbeinen an darauf trainiert
werden, sich beispielsweise an Straßenrändern oder in der Nähe
von Gullydeckeln zu entleeren. Dies erleichtert es dem blinden Hundehalter,
die Hinterlassenschaften seines Hundes aus dem Straßenbild zu entfernen.
6. Bitte erschrecken Sie den Hund nicht mit Knallkörpern und dergleichen.
Sie gefährden damit seine Diensttauglichkeit und die blinde Person verliert
einen verlässlichen Führer. Nebenbei: Auch „normale“ Hunde
mögen keine Überraschungen dieser Art!
7. Bitte halten Sie Ihren Hund zurück und umgehen Sie den Blinden
mit seinem Blindenführhund zügig.
Blindenführhunde dürfen im Dienst nicht schnuppern und spielen. Erst
in ihrer reichlich bemessenen Freizeit sind sie für wildes Herumtoben zu
haben.
8. Bitte füttern Sie keinen Blindenführhund.
Blindenführhunde sind dazu erzogen worden, von Fremden nichts anzunehmen.
Jeder Versuch von Ihrer Seite untergräbt diesen Gehorsam.
Quellen:
http://www.tier.tv/hund/aufzucht-und-ausbildung/blindenhund.206.html
Bildquelle (Ausschnitt): http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Caoguia2006.jpg&filetimestamp=20060925121757
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